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"Ausgezeichnete Bildungsidee" im AWO-Mehrgenerationenhaus

  

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Schülerpaten-Projekt ist Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“

Berlin, 19. Juni. Das „Schülerpaten-Projekt“ des AWO-Mehrgenerationenhauses in Rosenheim ist eine der ausgezeichneten „Bildungsideen“ im diesjährigen Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“.

MGH-Projektleiter Klaus Schindler freut sich über die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, eine der 52 herausragenden „Bildungsideen“ 2013/2014 zu sein. Unter dem Motto „Engagiert in Rosenheim“ haben wir das Projekt beim Wettbewerb eingereicht, hätten aber nicht gedacht, dass wir dabei auch gewinnen. Natürlich ist dies aber zuallererst eine Auszeichnung für unsere ehrenamtlichen Paten und Patinnen die sich hier engagieren.“

Rund 1.000 Bildungsprojekte aus ganz Deutschland hatten sich beworben. Eine unabhängige Expertenjury wählte die 52 besten Projekte aus, die Bildungs­gerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in vorbildlicher Weise fördern.

In Kooperation mit der benachbarten Grundschule Erlenau werden hier freiwillig engagierte Paten – in der Regel SeniorInnen die nicht mehr im Berufsleben stehen – an Grundschulkinder vermittelt die schlechtere Chancen im Bildungssystem haben als andere. Häufig handelt es sich dabei um Kinder mit Migrationshintergrund deren Eltern kaum Deutsch sprechen und so wenig Unterstützung bei schulischen Problemen oder beim Anfertigen der Hausaufgaben bieten können oder um Kinder aus Eineltern-Familien. Wöchentlich treffen sich dann in der Folge Pate und Schulkind in den Räumlichkeiten der Grundschule oder im Mehrgenerationenhaus, machen Hausaufgaben, üben oder versuchen Wissenslücken aufzuarbeiten. Durch regelmäßige Schulungen und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch unterstützt und begleitet Projektleiter Klaus Schindler die derzeit 13 Aktiven.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ rief den Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ bereits zum dritten Mal aus. Gefördert wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Vodafone Stiftung Deutschland. Schirmherrin ist Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

Von September 2013 an wird Woche für Woche eine der „Bildungsideen“ im Rahmen einer individuellen Preisverleihung ausgezeichnet. Eine Übersicht aller „Bildungsideen“ 2013/2014 mit Porträts und den Terminen der einzelnen Veranstaltungen finden sich unter www.land-der-ideen.de. Die Preisverleihung in Rosenheim findet im Juli 2014 statt.

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Einweihung der Kinderkrippe Erlenau

„Die AWO hat mit der Kinderkrippe Erlenau eine sehr schöne und für die Stadt wichtige Einrichtung geschaffen.“, lobte Oberbürgermeisterin Bauer den Rosenheimer Wohlfahrtsverband anlässlich der offiziellen Einweihung seiner neuen Kindertageseinrichtung. Neben ihr waren auch Bürgermeister Heindl und eine Reihe von Stadträten zu der Feierstunde gekommen. Die kirchliche Weihe nahmen der evangelische Pfarrer Markus und der katholische Gemeindereferent Denk vor.

Kreisvorsitzender Herbert Weißenfels ging in seinen einführenden Worten zunächst auf die Geschichte der Kleinkinderbetreuung durch die AWO in Rosenheim ein. Seit 1984 widmet sie sich dieser Aufgabe. Zunächst konnten die Eltern ihre Kinder ab einem Jahr zur stunden- oder auch tageweisen Betreuung in die Krabbelstube bringen. Ab 2003 wurde dann hierfür eine zweigruppige Kinderkrippe in der Frühlingstraße eingerichtet. Drei Jahre später kam die Krippe „Kleine Bären“ in der Ebersberger Straße hinzu. Ab September wird dann noch die Kinderkrippe an der Frühlingstraße für die Kleinkinderbetreuung bereitstehen.

Erste Überlegungen für einen eigenen Krippenneubau gab es bereits 2009. Ein Jahr später konkretisierten sich die Überlegungen, auf dem städtischen Grundstück neben der Gaborhalle eine viergruppige Einrichtung für die Betreuung von 48 unter dreijährigen Kindern zu schaffen. Mit den Bauarbeiten wurde im Juni 2011 begonnen, seit Ende August 2012 ist die Kinderkrippe nunmehr in Betrieb. „Zusammen mit dem Architekturbüro Wagner und der Stadt Rosenheim haben wir in einem konstruktiven Miteinander eine Lösung gefunden, die ideale Voraussetzungen für eine optimale Betreuung der Kleinkinder schafft“, so Kreisvorsitzender Weißenfels.

Mit der neuen Kinderkrippe erweitert sich zudem das Betreuungsangebot der AWO auf der Flötzingerwiese für die Kinder auf alle Altersstufen. Die AWO betreibt bereits östlich der zukünftigen Kinderkrippe den zweigruppigen „Hort am Entenbach“ und in demselben Gebäude eine Kindergartengruppe. Außerdem ist der AWO-Kreisverband Rosenheim Träger der Mittagsbetreuung an der Grundschule Erlenau, die sich ebenfalls auf dem Areal befindet.

Die Kinderkrippe ist in umweltschonender Bauweise errichtet und mit neuzeitlicher Technik ausgestattet. Außerdem ist eine Zubereitungsküche eingebaut. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf rund 2,1 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte über Mittel aus dem staatlichen Investitionsprogramm, einem Zuschuss der Stadt Rosenheim und Eigenmitteln der AWO.

  

Schlsselbergabe

Architekt Daniel Wagner übergibt den Schlüssel für die Kinderkrippe Erlenau dem AWO Kreisvorsitzenden Herbert Weißenfels, den ihn dann an die Einrichtungsleitung Doris Treml weiterreichte.