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Unsere Einrichtung

Unser Leitbild

 Das kleinste Samenkorn trägt das große Ganze in sich.

(Friedrich Fröbel)

                       

Aus einem Samenkorn wächst eine kleine Pflanze heran, die sich nach und nach zu einem soliden Baum entwickelt.

Der Samen birgt das Bild vom Kind:

Jeder Mensch wird als Unikat geboren. In jedem Menschen steckt das Potential seiner Einzigartigkeit, wie in einem Samenkorn.

Die Wurzeln sorgen für Halt und Leben:

Ohne Wurzeln kann ein Baum nicht leben, geschweige denn den Halt finden und wachsen.

Der Stamm schützt, stärkt und leitet:

Der Stamm eines Baumes, mit seiner Rinde, schützt den Baum vor Parasiten und Verletzungen und dient zu gleich als Transportleitung vieler wichtiger Nährstoffe.

Die Baumkrone trägt die Früchte des Lebens:

In der Baumkrone zeigen sich die Einzigartigkeit und der „Ertrag“, die Ernte eines Baumes.

Unser Bild vom Kind

Kein Kind ist wie das andere. Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Stärken und die individuelle Persönlichkeit des Kindes zu erkennen. Wird es in seinen Fähigkeiten und seinem Selbstwert bestärkt, erlebt es ein Scheitern nicht als Schwäche, sondern als Herausforderung. Dadurch ist das Kind frei für seine individuelle Weiterentwicklung.

Der Mensch ist ein auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit ausgelegtes Wesen. Er lernt im Dialog und im eigenständigen Handeln. Unsere Aufgabe ist es daher Spiel- und Lernimpulse zu unterstützen und die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Pädagogische Orientierung

Situationsorientiertes Arbeiten:

Wie alle Kindergärten der Arbeiterwohlfahrt in Oberbayern arbeiten auch wir nach dem sogenannten situationsorientierten Ansatz.

Die Kinder erzählen von ihren Erlebnissen, ihren Freuden, Ängsten und Konflikten. Sie zeigen Unsicherheiten oder äußern Anliegen und Wünsche in Bezug auf Personen und Dinge. Sie zeigen uns in ihrem Spielverhalten ihre Interessen. In unserer pädagogischen Arbeit gehen wir von diesen realen Lebenssituationen der Kinder aus.

Lernen ist ein natürlicher Prozess, der sich durch Neugierde, Erkundungsdrang, Forschergeist und Begeisterung zeigt und wo sich Lernen in Leichtigkeit vollzieht. Es ist der Motor jeder kindlichen und menschlichen Entwicklung.

Kinder lernen ganzheitlich und mit allen Sinnen. („vom Ergreifen zum Begreifen“ Maria Montessori) So verbindet sich soziales, emotionales, kreatives und kognitives Lernen ganz natürlich.

Der situationsorientierte Ansatz beinhaltet im Wesentlichen folgende Merkmale:

  • Den Bezug zur Lebenssituation bzw. Beachtung des konkreten Umfeldes
  • Das Lernen in alltäglichen Situationen (Lernanlässe nutzen)
  • Den Blick auf das gesamte Alltagsgeschehen, nicht nur auf einzelne Aktivitäten
  • Die Vermittlung von Sachkompetenz
  • Soziales Lernen in altersgemischten Gruppen
  • Die Mitwirkung von Eltern (und anderen Erwachsenen)
  • Den Dialog mit Kindern, höchstmögliche Beteiligung
  • Die Gemeinwesensorientierung, d.h. die Präsenz des Kindergartens in der
  • Gemeinde
  • Interkulturelles Lernen

Projektarbeit:

Das Projekt ist die methodische Umsetzung des Situationsansatzes und ermöglicht das Lernen in kindgemäßen Handlungs- und Erfahrungszusammenhängen.

Inhaltlich entwickelt sich das Projekt aus der genauen Beobachtung der kindlichen Interessen und Bedürfnisse innerhalb der Erfahrungswelt der Kinder und einer flexiblen Planung. Dabei entsteht die Zielsetzung in Abstimmung und Planung gemeinsam mit den Kindern, dialogorientiert, oftmals mit noch nicht vorhersehbarem Ziel, im Prozess.

Die Erzieherinnen reflektieren gemeinsam mit den Kindern den beschrittenen Weg und das daraus Gelernte und bahnen so das abstrahierende, metakognitive Denken bei den Kindern an. Die Erzieherinnen begleiten die Projektarbeit natürlich auch durch Vorschläge, Impulse und praktisches Tun (Gespräche, Bilderbücher, Exkursionen, Lieder, Bastelarbeiten, Experimente, Geschichten etc.)

Neben Projekten, die sich aus der Erlebniswirklichkeit der Kinder ableiten, gibt es auch festverankerte Projekte im Kindergartenjahr, wie beispielsweisetraditionelle Feste und Feiern. Unsere Projektarbeit findet vorwiegend am Vormittag in der Stammgruppe statt.

Tagesgestaltung:

Der Morgenkreis

Der Morgenkreis ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Unter einem „Morgenkreis“ verstehen wir die Zusammenkunft aller Kinder und Erzieher und es wird zusammen gesungen, gespielt und erzählt.

Der Morgenkreis beinhaltet viele Rituale die die Kinder mit einem schönen Start in den Kindergarten-Tag führt.

Durch die vielfältigen Inhalte und die Gestaltung der täglichen Zusammenkünfte ergeben sich für die Kinder umfangreiche Quellen des Lernens. So erfolgt im Morgenkreis:

  • Schulung der Sinneswahrnehmung
  • Kognitive Förderung
  • Anregung der Phantasie und Kreativität
  • Förderung des sprachlichen Ausdrucks
  • Kennen lernen unterschiedlicher Materialien, Medien und Instrumente
  • Förderung der Musikalität
  • Entwicklung des Sozialverhaltens, der Solidarität und der Toleranz
  • Stärkten des Selbstbewusstseins
  • Sach- und Fachkenntniserweiterung
  • Kennen lernen verschiedener Kulturen und Bräuche

Der Morgenkreis soll die Kinder verzaubern und sie in eine Welt der Faszination entführen.

Das Freispiel oder freies Spielen:

Spiel ist nicht Spielerei.

Es hat tiefen Ernst und eine hohe Bedeutung.

(Friedrich Fröbel)

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille“ (BEP, S. 31) Deshalb sehen wir im Freispiel viele Möglichkeiten für unsere Kinder, intensive Lernprozesse eigenständig zu gestalten.

Das pädagogische Personal nimmt dabei die Rolle des aufmerksamen Beobachters und Lernbegleiters ein und schreitet nur dann ein, wenn es nötig erscheint.

Im freien Spiel lernt das Kind spontan und selbstbestimmt. Die Freude schafft eine hohe Motivation und ermöglicht somit intensive Lernerfahrungen in allen Bereichen. Die Aufgaben des pädagogischen Personals bestehen dabei

  • In der intensiven Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen
  • Der Vorbereitung und bewussten Gestaltung einer lernanregenden Spielumgebung (Vorbereitete Umgebung nach Maria Montessori)
  • Der unterstützenden Hilfestellung, wo dies nötig wird und der beobachtenden Zurückhaltung, um selbständige   Lernprozesse zu ermöglichen
  • Lern- und Erfahrungsprozesse aufzugreifen und bewusst zu machen

Freies Spiel findet bei uns täglich in den Gruppenräumen, den Spielfluren, beim Besuch der anderen Gruppen sowie in den Außenanlagen statt. Auch bei den Ausflügen sind Freispielphasen – hier in einer naturgeprägten Umgebung – enthalten.

Das Spiel dient als pädagogische Methode dazu, auch im Rahmen eines Projekts, festgelegte Ziele und Inhalte umzusetzen. Dies gilt für z.B. für Rollenspiele, Regelspiele, Funktionsspiele u.v.m.

Das Spiel ist die höchste Form der Kindesentwicklung.

(Friedrich Fröbel)

Das Spiel ist die wichtigste Ausdrucks-, Erfahrungs- und Lernform der Kinder. Spielen ist aktives und kreatives Handeln und die Form der Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt. Es erkennt, versteht und „begreift“ seine Umgebung. Das freie Spiel ist notwendig für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes. Im Spiel können Kinder Verhaltensweisen erwerben, die ihnen dabei helfen, Schwierigkeiten leichter zu überwinden. Alle Fähigkeiten und Fertigkeiten werden im Spiel angeregt, entwickelt und gefördert:

Spiel ist nicht nur Lebensfreude.

Im kindlichen Spiel findet die optimale Entwicklung und Förderung in allen Bereichen statt.

Gleitende Brotzeit:

Während der Freispielzeit haben die Kinder die Möglichkeit selbst zu entscheiden wann und mit welchen Kindern am Tisch sie ihre mitgebrachte Brotzeit verzehren wollen.

Dies dient der Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit.

An der frischen Luft:

Wir versuchen mit den Kindern täglich raus an die frische Luft und in die Natur zu gehen. Hierzu bieten sich unser Garten sowie der große Hof der Schule an. Wie haben viele Fahrzeuge und Spielsachen mit denen die Kinder frei spielen können.

Ebenfalls werden oft Ausflüge in angrenzende Gebiete unternommen. Unter anderem besuchen wir den nahegelegenen Spielplatz der Spinnerei, die Mangfall oder ein kleines Waldstück.

Mittagessen:

Für die Kinder, die nicht bis 12:30 abgeholt werden, besteht die Möglichkeit einer warmen Mittagsverpflegung.

Die Kinder deren Eltern keine Mittagsverpflegung buchen, werden in der Birnbaumgruppe betreut und es besteht die Möglichkeit einer zweiten Brotzeit.

Nachmittags:

Da sich am Nachmittag die Kinderzahl stark reduziert, werden die Kinder gemeinsam in einer Gruppe betreut. Hier ist es möglich, dass sich Geschwisterkinder und Freunde zu einem gemeinsamen Spiel treffen.

Konzeption Harrer Haus 2016