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Tafelrunde

Mehr als drei Jahre ist es nun bereits her, dass die „Tafelrunde“ (vormals „Sozialer Mittagstisch“)  im Mehrgenerationenhaus der AWO erstmals zu Tisch lud. Das Angebot, das zunächst klein begann, ist inzwischen etabliert und hat sich zu einem festen Termin im Leben vieler Besucher entwickelt.

Jeden Montag und Mittwoch ist das Team um Uli Lippert bereits früh im Einsatz: sie sorgen dafür, dass pünktlich eine warme Mahlzeit, bestehend aus Suppe, Hauptgericht, Nachspeise und Getränk für bis zu 40 Gäste auf dem Tisch steht. Das Generationencafé im zweiten Stock des Mehrgenerationenhauses in der Ebersberger Straße 8 ist dann gut gefüllt – und wenn die ersten nach der Nachspeise wieder gehen, kommen die nächsten zur Tür herein. Zur Bewirtung aller steht ein ehrenamtliches Team bereit, das sich um die Essensverteilung kümmert, aber auch Ansprechpartner für die kleinen oder großen Sorgen und Nöte der Anwesenden ist. Denn das macht die „Tafelrunde“  aus. Hier wird nicht nur gegessen, sondern auch die Unterhaltung und - wenn notwendig - Rat und Hilfe gibt es als Beigabe dazu. Dafür sorgen die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, die sich um das leibliche und soziale Wohl der Gäste kümmern.

„Die Gemeinschaft ist das Kernstück der Tafelrunde“, bringt es Klaus Schindler, Projektleiter im Mehrgenerationenhaus, auf den Punkt. „Wer ist und isst schon gern allein? Viele, insbesondere ältere oder benachteiligte Menschen, suchen hier Gesellschaft und Kontakte, die ihnen in ihrem alltäglichen Leben fehlen. Hier sitzt niemand allein am Tisch.“ Zugleich ist die „Tafelrunde“ aber auch eine kostengünstige Verpflegungsmöglichkeit für all diejenigen, bei denen das Geld häufig knapp wird. Bedürftige Besucher zahlen nur einen geringen Beitrag in Höhe von 1,50 Euro. Aber auch für alle anderen, die herzlich eingeladen sind, ist der Preis mit 3,50 € sehr niedrig gehalten. „Jeder braucht eine warme Mahlzeit am Tag. Für diejenigen, bei denen es dafür manchmal nicht mehr ausreicht, oder die für sich allein nicht kochen gibt es die Tafelrunde“, so Schindler.

Es finden sich auch immer wieder andere Gruppen und Einrichtungen ein. So kochten bereits Schülerinnen der Mädchenrealschule in Rosenheim für die Gäste. Und erst kürzlich beteiligte sich eine Gruppe junger Heilerziehungspfleger gemeinsam mit einigen behinderten Menschen an der Bewirtung und Betreuung der Besucher.  Das Highlight war sicher, als Oberbürgermeisterin Bauer nach ihrer gewonnen Tafelwette als Helferin tätig wurde.

Zur Teilnahme wird um eine Anmeldung, entweder persönlich im Mehrgenerationenhaus oder telefonisch unter der Rufnummer 08031/941373-21 gebeten. Unter dieser Nummer können auch weitere Informationen eingeholt werden. Aktuell werden zur Verstärkung des Mittwoch-Teams auch wieder freiwillige Helfer/innen gesucht. Die Tätigkeit umfasst etwa 4 Stunden (9.30-13.30 Uhr) im zwei-wöchigem Turnus.